Brennnessel
Donnernessel, Hanfnessel
Urtica dioica, Urtica urens, Urticae herba
Inhaltsstoffe:
Chlorophyll (Blattgrün), Vitamin C, Mineralsalze, Gerbstoffe, Eisen
Allgemeines:
Die Brennnessel ist wirklich ein Un- Kraut, das an allen "Un- Plätzen" wächst, hartnäckig und fruchtbar immer wieder und überall am Wegrain, am Zaun, auf dem Schuttplatz und auf Ödland. Sie brennt bei Berührung der Haut. Jeder hat bestimmt schon einmal diese schmerzliche Erfahrung gemacht. Das gab Ihr den Namen.
Mit dem Brennen hängt es wohl zusammen, dass die Brennnessel nach dem Volksglauben den Blitzschlag abwehren soll. Darauf weist auch der Volksname Donnernessel hin.
Auch zu den "Neunkräutern", die mancherorts noch in der Walpurgisnacht (die Nacht vor dem 1. Mai) den Kühen verfüttert werden, um sie vor Unglück zu schützen, gehört die Brennnessel. Sie hat ihren Namen außerdem, weil man im Mittelalter aus ihr das Nesseltuch (Hanfnessel) herstellte.
Anwendung:
Als Heilpflanze findet die Brennnessel bei rheumatischen Beschwerden, Gicht und degenerativen Gelenkerkrankungen, aber auch zur Stoffwechselanregung sowie als harntreibendes Mittel zur Unterstützung der Behandlung bei Nieren- und Blasenleiden Verwendung. In diesen Fällen empfiehlt sich der Tee als Abkochung von getrocknetem Kraut.
Zwei gehäufte Teelöffel Brennnesselkraut auf eine Tasse Wasser, fünf Minuten kochen lassen, abseihen, nicht zu heiß trinken. Zwei bis drei Tassen täglich für sechs bis acht Wochen sind die echte Kur.
Gut geeignet ist natürlich auch fertig erhältlicher Brennnesselsaft, der nach der Angabe auf der Packung anzuwenden ist.
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 02.02.2008 16:58 |