Hopfen
Bierhopfen, wilder Hopfen
Humulus lupulus L., Humuli lupuli flores
Inhaltsstoffe: Lupulon, Humulon, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherisches Öl
Allgemeines:
Bei dem Stichwort "Hopfen" denkt die Mehrzahl der Leser mit Sicherheit an das Bier, das nach dem Reinheitsgebot ohne Hopfen undenkbar ist. Der Hopfen sorgt mit für die Lagerfähigkeit des Bieres und gibt ihm den herben Geschmack. Deshalb wird Hopfen überwiegend zur Bierbereitung angebaut.
Aber auch wilder Hopfen ist in feuchten Niederungen an Wegen und in Hecken als Schlingpflanze mit der typischen gelblichen Dolde bei uns zu finden.
Man sollte diese Droge nicht selbst sammeln, weil hierzu besondere Kenntnisse nötig sind. So eignen sich wegen der Inhaltsstoffe nur weibliche Blütenstände (weibliche Fruchtstände) als Heilpflanze.
Anwendung: Bei nervösen Magenbeschwerden, zur Appetitanregung, zur Entwässerung, besonders aber bei nervöser Übererregbarkeit, bei Einschlaf- und Durchschlafstörungen sowie bei Niedergeschlagenheit ist der Hopfen als Teekur geeignet.
Zweimal täglich, vor allem vor dem Schlafengehen, je eine Tasse Hopfentee (Aufgussvon zwei gehäuften Teelöffeln Hopfenblüten auf einen viertel Liter Wasser) getrunken, sind ausreichend. Hopfen soll nie zu lange gelagert werden.
Deshalb wird der Kauf kleiner Mengen oder fertiger Teepräparate vorgeschlagen. Hopfen wird meist als ergänzend wirkende Droge in Teemischungen zu finden sein.
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 02.02.2008 17:01 |