Knoblauch
Gruserich, Knobel, Knofel
Allium sativum L., Allii sativi bulbus
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Alliin, Allicin, Di- und Trisulfide, Polysulfide, Fermente, Jod
Allgemeines: Kaum eine Gewürz-, und Heilpflanze trennt die Menschen unserer Tage so scharf in begeisterte Anhänger und heftige Gegner. Kaum einer Pflanze werden so geheimnisvolle, ja mystische Kräfte zugeschrieben. Im Mittelalter genügte angeblich schon das Aussprechen des Wortes "Knoblauch", um bösen Zauber zu bannen.
Gleichgültig, wo der Leser steht. Zumindest als Gewürz sollte der Knoblauch genutzt werden, denn bei der richtigen Verwendung in der Küche verbinden sich ungeahnte geschmackliche Verfeinerungen der meisten Speisen mit deren deutlich verbesserter Verträglichkeit zu einer seltenen Harmonie.
Der Knoblauch hilft als Heilpflanze weniger gegen ganz spezielle Erkrankungen. Vielmehr ist er durch die Gesamtheit seine noch immer nicht vollständig erforschten wirksamen Inhaltsstoffe sehr geeignet zur Gesundheitsvorsorge, besonders bei Menschen jenseits des 40. Lebensjahres.
Anwendung: Das Wirkungsprinzip des Knoblauchs ist vielgestaltig, beinahe ganzheitlich. Beginnende Alterserscheinungen, wie Arteriosklerose (Arterienverkalkung), Durchblutungsstörungen, hoher Blutdruck, Leistungsminderung, allgemeine Schwäche, aber auch akute und chronische Verdauungsstörungen, Darmreinigung, -entgiftung, also die Normalisierung der Darmflora, Anregung der Verdauungsdrüsen (Magen, Galle, Leber) sind einige der wesentlichen Anzeigen zur Anwendung des Knoblauchs.
Gleichgültig, ob Presssaft, ein bis zwei Zehen Knoblauch täglich oder die standardisierten Fertigpräparate (geringere Geruchsbelästigung) aus der Apotheke: Seine positiven Wirkungen kann der Knoblauch nur entfalten, wenn er, Unterbrechungen sind möglich, auf Dauer und regelmäßig angewendet wird. Lediglich bei akuten Darmstörungen ist schon die Anwendung über wenige Tage nützlich.
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 02.02.2008 17:05 |