Thymian
Gemeiner Thymian, Demut, Gartenthymian,
Feldthymian, Römischer Quendel
Thymus vulgaris, Thymi herba
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl mit Thymol, Carvacrol, Cymol und Borneol, ferner Gerbstoffe, Harz- und Bitterstoffe.
Allgemeines:
Wie der Rosmarin ist der Thymian, aus der Familie der Lippenblütler, im Mittelmeergebiet beheimatet und bildet dort eine charakteristische Pflanze der Felsenheiden. Im übrigen Europa wird der Thymian kultiviert, ist teilweise aber verwildert anzutreffen.
Auch für den Thymian gilt, dass er nicht nur eine wichtige Heil-, sondern auch eine hocharomatische, beliebte Gewürzpflanze ist. Die ätherischen Öle sorgen dafür, dass die Gärung im Darmtrakt gebremst oder verhindert wird. Damit werden Blähungen vermieden. Thymian macht besonders fette Speisen verträglicher. Nicht umsonst gehört Thymian zum Gänseschmalz wie die Butter zum Brot.
Der Thymian hat eine gute krampf- und schleimlösende, desinfizierende Wirkung. Schon im Jahre 1563 (Prag) berichtet P.A. Matthiolus von der "Krafft und Würckung" des Thymian.
Anwendung:
Bei allen Erkältungskrankheiten, Husten, Keuchhusten, Bronchitis, Asthma, Infekten des Magens und des Darmes sowie von Blase und Niere: Aufguss von einem gehäuften Teelöffel Thymiankraut auf eine Tasse Wasser bis zu dreimal täglich als Tee mit Honig gesüßt trinken.
Bei Erkältungskrankheiten sowie Rheuma: Vollbäder angereichert mit einem Aufguss aus etwa 100 g Thymiankraut und einem halben Liter Wasser sind sehr hilfreich. Auch hier gilt: Praktisch und bewährt sind die fertig erhältlichen Ölbäder.
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 02.02.2008 17:24 |